Schädlinge schaden dem Preis
Pflanzenschutzmittel sparen Kosten für Betriebe, Konsumenten und Umwelt.
Pflanzenschutzmittel leisten mehr als nur den Schutz von Pflanzen vor Krankheiten, Schädlingen und Unkräutern. Richtig und gezielt eingesetzt tragen sie dazu bei, Kosten zu senken, Ressourcen zu schonen und Lebensmittelverluste zu vermeiden. Dieser Nutzen entsteht entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Feld bis zum Teller.
Erträge sichern, heißt Kosten vermeiden
Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter können Ernten massiv reduzieren. Ohne wirksamen Pflanzenschutz würden viele Kulturen deutlich geringere Erträge liefern oder im Extremfall ganz ausfallen. Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet das: weniger Ertrag bei gleichen Kosten. Gleichzeitig gibt es weniger Lebensmittel für die gleiche Anzahl an Menschen, weshalb die Nachfrage und damit der Preis steigt.
Weniger Arbeitsstunden
Mechanische Maßnahmen sind deutlich arbeitsintensiver. Hacken, Striegeln, wiederholtes Jäten oder händisches Entfernen von Schädlingen benötigen mehr Zeit und Personal, das es nicht gibt. Der gezielte Einsatz von Pflanzenschutzmitteln reduziert diesen Aufwand erheblich. Weniger Arbeitsstunden pro Hektar senken die Produktionskosten und entlasten Betriebe organisatorisch wie finanziell.
Weniger Emissionen
Mechanische Unkrautbekämpfung geht nur mit intensiver Bodenbearbeitung wie Pflügen und Striegeln, was Humusabbau und CO2-Freisetzung mit sich bringt. Außerdem steigen die Emissionen durch den Dieselverbrauch. Ohne Unkrautmittel müssten Felder deutlich öfter mechanisch bearbeitet werden. Herbizide tragen dazu bei, CO₂ im Boden zu binden, Bodenleben und -struktur zu erhalten und die Erosion zu reduzieren.
Weniger Fläche
Wenn Erträge gesichert sind, muss weniger Fläche landwirtschaftlich genutzt werden, um dieselbe Menge an Lebensmitteln zu produzieren. Das schafft Spielraum für Blühstreifen, Hecken, Brachen und ökologische Ausgleichsflächen. Produktive Landwirtschaft und Biodiversität schließen einander also nicht aus. Im Gegenteil: Effiziente Erträge sind eine Voraussetzung dafür, derNatur gezielt Raum zu geben.
Weniger Transport
Stabile und ausreichende Ernten vor Ort reduzieren die Abhängigkeit von Importen. Wenn Lebensmittel regional erzeugt werden, sinken Transportwege, Transportkosten und Emissionen durch Logistik. Pflanzenschutz trägt also dazu bei, dass hochwertige Lebensmittel dort produziert werden, wo sie konsumiert werden. Das bringt ein Plus für die regionale Wertschöpfung.
Weniger Food Waste
Krankheiten und Schädlinge mindern nicht nur den Ertrag, sondern auch die Qualität. Befallene, beschädigte oder verunreinigte Ernteprodukte werden am Feld, im Lager oder im Handel sowie in den Haushalten häufiger aussortiert. Pflanzenschutz hilft, die Qualität zu sichern, die Lagerfähigkeit zu verbessern und Verluste entlang der Nahrungskette zu reduzieren. Das spart Kosten für alle und ist ein Beitrag zum Umweltschutz.
Pflanzenschutzmittel sind kein Selbstzweck. Ihr gezielter Einsatz spart Arbeit, Energie, Fläche und Rohstoffe. Er stabilisiert Erträge, senkt Kosten und trägt dazu bei, Lebensmittel leistbar, regional und nachhaltig verfügbar zu halten.