Viktor, der lausige Vektor

Blattläuse sind mehr als nur lästige Sauger. Sie sind vor allem eines: Überträger von Pflanzenkrankheiten.

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Beim Saugen an Blättern nehmen sie Viren auf und geben sie an die nächste Pflanze weiter. So können sich Pflanzenkrankheiten rasch am Acker, im Garten oder auf dem Balkon ausbreiten.

 

Überträger von Krankheiten

Wenn Pflanzen schwächeln, ist die Ursache nicht immer sofort erkennbar. Doch häufig steckt ein Virus dahinter übertragen durch Blattläuse. Ist eine Pflanze einmal infiziert, zeigen sich typische Symptome:

  • verkrümmte oder eingerollte Blätter

  • Wachstumsstörungen

  • Verfärbungen oder Flecken

  • geringere Blüten- und Fruchtbildung

 

Auch nur als Laus ein Graus

Auch ohne Krankheitsübertragung richten Blattläuse Schaden an, denn sie entziehen Pflanzen wichtige Nährstoffe. Junge Triebe, Knospen und Blätter sind bei Massenauftreten besonders betroffen. Die Pflanze wird geschwächt, wächst langsamer und wirkt insgesamt weniger vital. Zusätzlich scheiden Blattläuse Honigtau aus. Das ist eine klebrige Substanz, die Blätter überzieht. Darauf siedeln sich Rußtaupilze an, die die Photosynthese beeinträchtigen.

Blattläuse vermehren sich rasant. Unter günstigen Bedingungen entstehen in kurzer Zeit große Populationen. Das bedeutet: Ein kleiner Befall kann sich innerhalb weniger Tage zu einem größeren Problem entwickeln.

 

Ein gesunder Garten beginnt mit genauer Beobachtung.

  • Regelmäßige Kontrolle der Pflanzen

  • Förderung von Nützlingen wie Marienkäfern

  • Stärkung der Pflanzen durch gute Pflege

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