Zimmerpflanzen: Vorsicht, Spinnmilben!

Sie sind winzig, hartnäckig und kaum zu sehen. Für Pflanzen im Haus aber enorm gefährlich.

Spinnmilben zählen zu den häufigsten und hartnäckigsten Schaderregern an Pflanzen. Ob im Gewächshaus, am Feld oder an Zimmerpflanzen. Wenn es warm und trocken wird, laufen sie zur Hochform auf.

Was Spinnmilben so erfolgreich macht

Spinnmilben sind keine Insekten, sondern Milben. Sie messen weniger als einen halben Millimeter und sitzen bevorzugt auf der Blattunterseite. Dort saugen sie Zellsaft aus dem Blattgewebe. Die Folge sind winzige helle Punkte, später gesprenkelte, gelbliche oder bronzefarbene Blätter. Bei starkem Befall kommt es zu Blattfall, geschwächten Pflanzen und deutlichen Ertragseinbußen.

Typisch und namensgebend sind die feinen Gespinste, die sich bei starkem Befall über Blätter und Triebe ziehen. Spätestens jetzt ist klar: Hier läuft etwas aus dem Ruder. Dann ist schnelles Handeln nötig.

Was sie lieben und welche Pflanzen betroffen sind

Spinnmilben lieben Wärme und Trockenheit. Deshalb treten sie besonders häufig im Winter in geheizten Räumen auf. Unter diesen Bedingungen vermehren sie sich schnell. Innerhalb weniger Wochen entstehen mehrere Generationen und aus einem unauffälligen Befall wird ein ernstes Problem.

Spinnmilben sind wenig wählerisch. Sie befallen unter anderem:

  • Im Sommer Gemüse wie Gurken, Bohnen, Paprika oder Tomaten sowie Obstgehölze

  • Zimmerpflanzen aller Art

  • Zierpflanzen

Geschwächte oder gestresste Pflanzen sind besonders anfällig.

Früh erkennen, rechtzeitig handeln

Der Schlüssel liegt im genauen Hinschauen. Wer regelmäßig kontrolliert und hier vor allem die Blattunterseiten, erkennt Spinnmilben früh. Je früher reagiert wird, desto einfacher lässt sich der Befall eindämmen.

Ein erfolgreicher Umgang mit Spinnmilben und eine Kontrolle setzt auf mehrere Schritte:

  • Vorbeugung

  • Pflanzen stressarm halten (ausreichend Wasser, passende Standorte)

  • für gute Durchlüftung sorgen

  • Staunässe und extreme Trockenheit vermeiden

  • biologische Helfer, denn Raubmilben sind natürliche Gegenspieler der Spinnmilbe

  • bei stärkerem Befall kommen geeignete, zugelassene Pflanzenschutzmittel zum Einsatz

Spinnmilben zeigen, wie schnell kleine Schaderreger große Auswirkungen haben können. Mit Wissen, Aufmerksamkeit und gezieltem Pflanzenschutz lassen sich Schäden begrenzen, bevor aus feinen Punkten ein echtes Problem wird.

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