Wie hat die Gerste überwintert?

Im Februar richtet sich der Blick des Gerstenbauers auf die Wintergerste.

Die Wintergerste hat den Winter hinter sich, doch wie gut sie in die neue Vegetationsperiode startet, entscheidet sich jetzt. Die Bestandsinspektion im Spätwinter ist ein wichtiger Schritt, um Risiken früh zu erkennen und die Weichen für eine erfolgreiche Saison zu stellen.

Wie hat die Wintergerste überwintert?

Zunächst wird beurteilt, wie die Pflanzen durch den Winter gekommen sind. Frost, Staunässe oder lange Schneedecken können die Bestände geschwächt haben. Abgestorbene Pflanzen oder ungleichmäßige Bestände geben Hinweise auf Auswinterungsschäden.

Krankheiten im Blick behalten

Auch wenn die Vegetation noch ruht, können Krankheiten bereits eine Rolle spielen. Pilzkrankheiten wie Netzflecken, Rhynchosporium oder Schneeschimmel können im Winter oder zeitigen Frühjahr entstehen. Verfärbte Blätter oder faulige Pflanzenteile sind Warnsignale, die bei der weiteren Planung berücksichtigt werden müssen.

Schädlinge und Folgerisiken

Neben Krankheiten wird auch auf mögliche Schädlingsschäden geachtet. Mäusefraß, geschwächte Halmbasen oder Stresssymptome können die Pflanze anfälliger für spätere Schaderreger machen. Diese Beobachtungen liefern wichtige Hinweise für das Frühjahr.

Die Wintergersteninspektion im Februar liefert wertvolle Informationen für die kommenden Wochen. Sie zeigt, wo Handlungsbedarf besteht und wo Zurückhaltung sinnvoll ist. Im integrierten Pflanzenschutz gilt: Je besser der Start, desto weniger Eingriffe sind später notwendig.

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Kein Wirkstoff ist auch keine Lösung