Der unliebsame Nachbar
Egal, ob im Garten, am Feld oder am Acker: Unkraut ist selten erwünscht.
Unkraut sind Pflanzen, die dort wachsen, wo sie nicht erwünscht sind. Biologisch betrachtet sind sie Teil der Natur. Im Ackerbau werden sie jedoch schnell zur Konkurrenz. Sie entziehen Kulturpflanzen Licht, Wasser, Nährstoffe und Platz. Bleiben sie unbeachtet, können sie Erträge deutlich mindern und die Qualität der Ernte beeinträchtigen. Dieses Schicksal droht auch den Pflanzen im Garten.
Warum Unkraut problematisch ist
Unkräuter wachsen besonders im frühen Entwicklungsstadium oft schneller als Kulturpflanzen. Einige Arten produzieren tausende Samen pro Pflanze, andere breiten sich über Wurzelausläufer aus. So können sie sich rasch etablieren und über Jahre im Boden überdauern. Neben der direkten Konkurrenz können bestimmte Unkräuter auch als Wirtspflanzen für Krankheiten und Schädlinge dienen oder die Ernte erschweren. Einzelne Arten sind zudem giftig und werden dann in Futtermitteln oder Lebensmitteln problematisch.
Was hilft gegen Unkraut?
Ein wirksames Unkrautmanagement beginnt lange vor der eigentlichen Bekämpfung. Fruchtfolge, standortgerechte Sorten, eine gute Bodenstruktur und dichte Bestände helfen, Unkrautdruck von vornherein zu reduzieren. Mechanische Maßnahmen wie Hacken oder Striegeln bzw. Jäten können ergänzen, stoßen jedoch bei hartnäckigen oder mehrjährigen Arten an Grenzen. Wenn der Befallsdruck hoch ist, kommen gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen zum Einsatz.