Es ist was faul in der Tomate
Tomaten gehören zu den beliebtesten Gemüsepflanzen im Hausgarten, sind aber anfällig für Krankheiten und Schädlinge.
Die gute Nachricht für alle Hobbygärtner: Viele Schäden bei Tomaten lassen sich durch den richtigen Standort, eine gute Pflege und vorbeugende Maßnahmen vermeiden. Wer seine Pflanzen regelmäßig kontrolliert, erkennt Probleme früh und kann gezielt handeln.
Kraut- und Braunfäule: der häufigste Pilz an Tomaten
Die Kraut- und Braunfäule zählt zu den größten Herausforderungen im Tomatenanbau. Besonders feuchte Witterung oder falsches Überkopf-Gießen und langanhaltende Blattnässe fördern die Ausbreitung. Innerhalb weniger Tage kann eine zuvor gesunde Pflanze stark geschädigt werden. Mit der Zeit vertrocknen Blätter und Triebe, die Früchte bekommen braune Flecken und werden ungenießbar.
Typische Anzeichen sind
braune bis dunkelgraue Flecken auf den Blättern und Stängeln,
ein weißlicher Pilzbelag auf der Blattunterseite bei feuchtem Wetter,
harte, braune Stellen an den Früchten.
So beugen Sie vor
sonniger und luftiger Standort
nur den Boden gießen, nicht die ganze Pflanze
untere Blätter regelmäßig entfernen, sobald sie den Boden berühren
Blattläuse: klein, aber lästig
Blattläuse gehören zu den häufigsten Schädlingen im Garten. Sie saugen Pflanzensaft und vermehren sich bei warmem Wetter besonders schnell. Ein leichter Befall schadet kräftigen Tomatenpflanzen meist nur wenig. Bei starkem Auftreten wird das Wachstum jedoch gebremst oder es werden Viruserkrankungen übertragen. Natürliche Gegenspieler wie Marienkäfer, Florfliegen oder Schwebfliegen halten Blattläuse in Schach. Deshalb lohnt es sich, Nützlinge im Garten zu fördern.
So erkennen Sie Blattläuse
kleine grüne, schwarze oder gelbliche Läuse an Triebspitzen und Blattunterseiten
eingerollte oder verkrümmte Blätter
klebriger Honigtau auf Blättern
Ameisen
Bei stärkerem Befall können helfen:
befallene Triebe entfernen
Läuse mit einem kräftigen Wasserstrahl abspülen
ggf. zugelassene Pflanzenschutzmittel gezielt einsetzen
Tomatenminiermotte: neuer Schädling auf dem Vormarsch
Die Tomatenminiermotte stammt ursprünglich aus Südamerika und breitet sich seit einigen Jahren in Europa aus. Die Larven fressen geschützt im Pflanzengewebe und sind deshalb oft erst spät sichtbar. Sie kann erhebliche Schäden verursachen.
Typische Symptome sind:
helle Fraßgänge im Blattinneren,
kleine Löcher in Blättern,
Fraßschäden an grünen und reifen Früchten,
kleine Raupen im Blatt oder in den Früchten.
So können Sie vorbeugen:
Regelmäßige Kontrollen sind besonders wichtig
befallene Pflanzenteile sofort entfernen
Pflanzenreste nach der Saison vollständig beseitigen
Gewächshäuser sauber halten
Pheromonfallen zur Kontrolle des Falterflugs einsetzen
Bei starkem Befall: zugelassene Pflanzenschutzmittel