Richtig gießen im Gemüsegarten

Jede Pflanze hat ihren eigenen Durst. Wir fassen zusammen, worauf es ankommt.

Wasser ist für Gemüse und Obst unverzichtbar. Es transportiert Nährstoffe, sorgt für Wachstum und hält Pflanzen gesund. Doch nicht jede Kultur braucht gleich viel Wasser.

 

Wer den Wasserbedarf seiner Pflanzen kennt, spart Wasser, vermeidet Krankheiten und schafft die Grundlage für gesunde Pflanzen und eine gute Ernte.

 

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Die Grundregeln beim Gießen

Unabhängig von der Pflanzenart gelten einige einfache Grundsätze:

  • Seltener, dafür durchdringend.

  • Am besten morgens. Dann verdunstet weniger Wasser und die Blätter trocknen rasch ab.

  • Den Boden gießen und nicht die Blätter. Das verringert das Risiko für Pilzkrankheiten.

  • Mulch aus Rasenschnitt oder Stroh hält die Feuchtigkeit länger im Boden.

Der Wasserbedarf verändert sich während der Saison mit den Wachstumsphasen. Besonders wichtig ist ausreichendes Gießen:

  • nach der Aussaat oder Pflanzung,

  • während der Blüte,

  • während der Frucht- und Knollenbildung,

  • an heißen Sommertagen.

 

Viel Wasser für große Blätter, große Früchte

Einige Gemüsearten benötigen während der gesamten Wachstumszeit regelmäßig Wasser. Sie bilden große Blätter oder wasserreiche Früchte. Schon kurze Trockenphasen können zu kleineren Früchten, Wachstumsstockungen oder Qualitätsverlusten führen. Dazu gehören Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis, Melanzani, Paprika, Sellerie, Kohlarten wie Brokkoli, Karfiol oder Weißkraut und Salate.

 

Mittlerer Wasserbedarf: robust, aber nicht anspruchslos

Viele klassische Gemüsepflanzen kommen mit normalen Niederschlägen gut zurecht. Diese Kulturen besitzen oft ein tieferes Wurzelsystem oder wachsen langsamer. Dennoch ist eine gleichmäßige Wasserversorgung wichtig, insbesondere während der Keimung sowie der Knollen- oder Fruchtbildung. In längeren Trockenphasen freuen sie sich aber über zusätzliches Wasser. Dazu zählen Karotten, Rote Rüben, Erbsen, Bohnen, Kartoffeln, Mangold, Fenchel und Spinat.

 

Wenig Wasser: Spezialisten für trockene Standorte

Einige Pflanzen stammen ursprünglich aus Regionen mit wenig Niederschlag und kommen deshalb auch im Garten mit Trockenheit gut zurecht. Sie besitzen schmale Blätter, speichern Wasser oder reduzieren ihre Verdunstung besonders effizient. Zu häufiges Gießen schadet ihnen oft mehr als gelegentliche Trockenheit. Dazu gehören Zwiebeln, Knoblauch, Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei und Oregano.

 

Obst richtig gießen

Auch Obstpflanzen unterscheiden sich deutlich in ihrem Wasserbedarf. Beerenobst wie Erd-, Him-, Brom-, Johannis- und Heidelbeeren benötigen vor allem während der Blüte und Fruchtentwicklung ausreichend Wasser. Apfel-, Birnen-, Zwetschken-, Kirsch- oder Marillenbäume wiederum kommen mit normalen Niederschlägen meist gut zurecht. Aber vor allem junge Bäume benötigen in den ersten Jahren regelmäßig Wasser.

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